Jörg Trettler aus Brasilien …

Mein „Ausländerausweis“ (Cedúla de Identidade de Estrangeiro)

November 3, 2008 · Kommentar schreiben

Ganze zehn Monate hat es gedauert, bis ich meinen offiziellen „Ausländerausweis“ in den Händen hielt. Solange hat die brasilianische Polícia Federal gebraucht, um diesen Ausweis anzufertigen, der meine obligatorische Registrierung nach der Einreise nach Brasilien bestätigt. (Ein kurioses Detail am Rande ist, dass er „schon“ am 24. Juli ausgestellt wurde, aber erst mehr als drei Monate danach zur Abholung bereit lag). Mittlerweile bin ich damit beschäftigt, die Unterlagen für den Antrag auf Verlängerung meines Jahresvisums (das in zwei Monaten abläuft) zusammenzustellen. Damit werde ich mich zwei Monate lang des Besitzes dieses schönen Ausweises erfreuen können und danach auf die Ausstellung des neuen warten.

Das ist Brasilien!

10 Monate sind auch bereits vergangen in Erwartung der Auszahlung der Förderung für meinen Auslands(zivil)dienst. Bisher habe ich meinen Unterhalt ausschließlich aus eigenen (familiären) Quellen gesichert. Der Erklärung der zuständigen Personen mutet sonderbar an: Die Sachbearbeiterin hätte zunächst keine Dienstantrittsbestätigung bekommen (diese wurde am 9. Februar übermittelt), danach wurde ihr aufgrund der Nationalratswahlen ein anderer Dienst zugewiesen, danach fehlte mein erster Zwischenbericht (den ich ebenfalls zeitgerecht, am 1. Juni im Generalkonsulat von Rio de Janeiro abgegeben habe), danach war die Sachbearbeiterin im Urlaub und im Moment ist ihr Vorgesetzter im Urlaub, ohne dessen Unterschrift sie die Überweisung nicht tätigen kann. Die Hoffnung, vor Beendigung meines Zivildienstes noch eine Rate meiner Förderung überwiesen zu bekommen, ist nicht besonders groß.

Das ist Österreich!

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